Archiv für die Kategorie ‘China

Unsere Reiseländer geordnet nach ihrer Trinkwassergüte nach UN   Leave a comment

Japan 1,32

Österreich 0,85

Niederlande 0,70

Slowenien 0,63

Griechenland 0,61

Iran 0,52

Türkei 0,10

Kroatien 0,09

Bulgarien 0,04

Deutschland -0,06

Albanien -0,14

Mazedonien -0,23

Kirgisistan -0,28

China -0,33

Usbekistan -0,37

 

 

3.-5. Juni Kashgar   Leave a comment

Vor unserem Fenster ist eine Grundschule und dort ist jeden Morgen um 9.00 Beschallung mit Liedern und Ansagen auf dem Schulhof. Das ist von oben schön anzusehen weil der Schulhof selbst schon so bunt anzusehen ist mit seinen ganzen Fahnen. Es ist allerdings auch ausgesprochen laut. An einem Tag werden Kreistänze gemacht

und am Freitag ist eine Art Fest oder Darbietungsprogramm. Alle Schulklassen kommen mit ihren Stühlen in der Farbe der Klasse auf den Hof und sitzen um eine Bühne drum herum.

Wir haben uns nicht alles angeschaut, diesmal war es schon recht laut. Aber praktischerweise ist da auch Frühstückszeit.

Da wir das Essen nicht vertragen, ist das Frühstück reduziert auf die sichere Seite der Nahrungsmittel: Toast, hart gekochte Eier und Fertigkuchen. Dennoch bleibt den ganzen Tag die Frage, was können wir essen. Rieke scheint die einzige zu sein, die bisher keine Probleme hat.

Die Visumsverlängerung hält uns in Trab. Es geht in einem dauernden Hin und Her. Der Tourismus-Alip im Hotel hat erst einen Polizisten, der helfen kann. Der kommt am Nachmittag. Dann doch am nächsten Morgen, dann doch am nächsten Nachmittag. Also ein Tag vorbei. Der kann aber nichts machen. Dann sollen wir zur Polizei gehen. Dann doch wieder auf den Polizisten warten. Dann stehen plötzlich 60 Tage Verlängerung im Raum. Bestimmt am nächsten Morgen (wir haben inzwischen Donnerstag Abend). Freitag morgen ist davon dann keine Rede mehr. Bis das klar ist, ist Mittagspause. Wir sollen danach zur Polizei. Da spricht jemand Englisch. Den Jemand kennen wir zwar schon, aber mit dem wurde extra nochmal telefoniert. Freitag Nachmittag: wir stehen vor der Polizei. Sie ist geschlossen. Sie öffnet auch erst Dienstag wieder. Es sind Feiertage.

Damit ist für uns die Visumssache abgeschlossen und wir beschließen schweren Herzens, andere Transportmittel zu suchen. Diese sind Flug, Zug, Bus. Flug fällt aus weil das Gepäck horrend teuer ist. Bus bringt auch nichts. Also bleibt der Zug. Spontan fahren wir zu viert zum Bahnhof. Dort ist zwar alles schon zu (aber nur wegen Feierabend), aber wir kriegen im Stile der Montagsmaler heraus, dass es einen Gepäckwagen gibt und zwar in beiden Zügen und in diesen die Räder können. Also fahren wir zu zwei am Samstag wieder hin. Das Ticket ist bis Shanghai zu kriegen. Ohne Probleme. In der Gepäckaufgabe ist es sehr heiter. Nach vielem Hin und Her und Pantomime und dann doch Englisch am Telefon bekommt Gunda heraus, dass die Räder dort zwei Stunden vor Abfahrt abgegeben werden können und auch das Gepäck und es scheint alles kein Problem zu sein. Nachdem wir zuvor umsonst bei der Post waren, um vier Tüten mit Wintersachen nach Deutschland zu schicken, müssen nun alle Taschen neu gepackt werden so dass wir zwei Zugtaschen haben. Ein völlig neues Reisekonzept. Nach zwei Stunden packen hat Gunda aber auch das geschafft.

Nun fahren wir durch China mit dem Zug. So eine Pleite. Aber China war von Anfang an das Land der Unwägbarkeiten und wir sind nur froh, dass wir uns mit Alex nun woanders treffen und nicht in China. Das hatten wir dann ja irgendwann anders entschieden. Von hier bis Shanghai ist eine Strecke, die der bis Ankara entspricht und damit der Hälfte des bisher gefahrenen Weges. Wolfgang ist völlig niedergeschmettert und sieht die Reise als gescheitert an. Gunda ist ein wenig pragmatischer, aber auch enttäuscht.

Nun heißt es, sich auf Südkorea und Japan einstellen, was ja eh Stationen auf dem Weg gewesen wären, eben nur viel kürzer. So können wir nun zwar nicht quer durch China fahren, aber dafür durch Südkorea und die Südinsel Japans erkundigen. Es gibt frustrierendere Lebenssituationen!

Wir raffen uns auf, um wenistens die größte Moschee Chinas anzuschauen. Sie hat einen wunderschönen Park und große Beträumlichkeiten.

Nach dem Gebet wird auch der Innenraum geöffnet. Eine chinesische Reisegruppe geht ohne Kopftuch hinein und wird nicht gehindert. Andere Reisende haben ein Kopftuch auf. Der Garten ist schön und die Geschichte der Moschee lang.

Es ist immer noch heiß und voll am Samstagabend. Ein wenig schlendern wir noch die Straßen bevor wir zurückgehen.

Seit dem 1. Juni scheint es in Kashgar so etwas wie eine neue Touuristen-Saison zu geben. Nicht nur, dass es viele gibt, sondern auch dass die Preise um das doppelte gestiegen sind. Wir staunen immer wieder.

Wir beschließen, die Räder schon am Sonntag aufzugeben. Der Weg zum Bahnhof geht am Viehmarkt vorbei und die Straßen sind voll. Wir durchfahren Kashgar mit seinen zwei Gesichtern: den moddernen Gebäuden und den Lehmbauten, den Elektorollern, riesen Autos und Eselskarren. Die Gepäckabteilung ist auch diesmal wieder sehr heiter. Wir kaufen zwei karrierte Taschen, die internationalen „Polen-Koffer“ und probieren nun mit den Gepäckmännnern unsere Sachen in extra Packsäcke der Bahn zu packen. Nach einigem Hin und Her geht es aber alles ganz gut und es sind vier große Packsäcke und unsere Räder. Alles wird bis Shanghai durchgecheckt, so dass wir in Urumqui einfach nur umsteigen können. Gunda montiert den Sattel ab, da die Sattelstütze so viel kostet wie ein Ticket und bei der letzten Bahnfahrt kaputt gemacht wurde. Das erfreut die Herren nicht, aber sie akzeptieren es notgedrungen.

Der Bus ist rappelvoll auf dem Weg zur Stadt und der Himmel bewölkt, wir sind gespannt, wann der Sandsturm kommt und freuen uns, Rieke und Torsten, der wohl aus seiner Durchfallerkrankung wieder auferstanden ist, heute abend noch zu sehen. Nun trennen sich unsere Wege. Die beiden fahren weiter gen Süden mit dem Ziel, in Thailand drei Monate zu bleiben.

Veröffentlicht 5. Juni 2011 von silkroadprojectblogspot in 307, 308, 309, China, Uncategorized, Xingijang

Bahnreise vom 6. Juni bis 9. Juni (5.665 km); 310 – 313   2 comments

 

 

Station

Arr.

Dep.

Distance

(km)

1

Kashi

13:16

0

2

Atushi

13:44

13:48

35

3

Bachu

16:04

16:10

245

4

Akesu

18:31

18:43

462

5

Xinhe

21:11

21:17

666

6

Kuche

21:57

22:07

705

7

Luntai

23:21

23:23

798

8

Kuerle

02:19

02:32

988

9

Yanxiang

03:23

03:29

1045

10

Hejing

01:08

01:13

1076

11

Turpan

11:26

11:43

1445

12

Urumqi

13:44

1588

Station

Arr.

Dep.

Distance (km)

1

Urumqi

17:14

0

2

Turpan

18:57

19:03

143

3

Shanshan

20:30

20:36

283

4

Hami

23:12

23:24

553

5

Liuyuan

02:21

02:33

825

6

Jiayuguan

05:31

05:41

1122

7

Zhangye

07:37

07:43

1345

8

Jinchang

09:43

09:45

1515

9

Wuwei

10:33

10:39

1589

10

Lanzhou

13:48

13:58

1892

11

Tianshui

17:51

17:55

2240

12

Baoji

20:26

20:30

2395

13

Xian

22:14

22:22

2568

14

Zhengzhou

04:12

04:18

3079

15

Shangqiu

06:00

06:02

3282

16

Xuzhou

07:22

07:30

3428

17

Nanjing

10:37

10:43

3776

18

Zhenjiang

11:18

11:20

3840

19

Danyang

11:36

11:38

3868

20

Changzhou

12:03

12:05

3912

21

Wuxi

12:28

12:30

3951

22

Suzhou

12:54

12:57

3993

23

Shanghai

13:49

4077

Turkmenistan – Usbekistan – Tadschikistan ( – Berg-Badachschan) – Kiregisistan – China (Xingjiang)   Leave a comment

Usbekistan, Tadschikistan ( – Berg-Badachschan) – Kirgisistan – China (Xingjiang)   Leave a comment

Iran – Turkmenistan – Usbekistan – Tadschikistan – (Berg-Badachschan – ) Kirgisistan – China (Xingjiang)   Leave a comment

30. Mai bis 2. Juni, Kashgar; 303 – 306   Leave a comment

Der Blog wird diesmal kurz, da Gunda krank im Bett liegt.
Wir verbringen unsere Tage in Kashgar zwischen Erholung, Auskurieren von Durchfällen (Wolfgang) und einer fiebrigen Erkältung (Gunda), schönen Abenden mit Rieke und Torsten und dem Genervt-Sein vom Hotel.
Aber wir haben auch entschieden: wir fliegen von Osaka zurück und haben den Flug gebucht! Wir versuchen, eine Visumsverlängerung zu bekommen und scheitern. Hier gibt es das nur für die Grenzregionen-Reisende.
Das Hotel ist so nervig, das wir es schließlich wechseln und dabei feststellen, dass das Schutzblech von Gundas Rad nun ganz kaputt ist.
Das neue Hotel ist schön, viel günstiger und das Frühstück besser und der Baulärm weniger. Witzigerweise treffen wir Alip, der uns die Einladung fürs chinesische Visum besorgt hat, beim Frühstück: er arbeitet als Tourismus-Mensch hier im Hotel. Zum Hotel gehört ein gutes Restaurant, in dem wir gepflegt sitzend essen. Was für ein Luxus!
Es ist klares Fönwetter, so dass die 7tausender jeden Tag zu sehen sind. Immer wieder fegt ein Gewitter, hier nur Sturm, Sand und Donner mit Blitz, kein Regen, durch die Stadt. Wenn es regnet, sacken gleich Bürgersteige ab.
Wir wissen noch nicht, wie wir weiterfahren und ob Alip uns 60 Tage Verlängerung organisieren kann. Sonst würden wir wohl nach Lanzhou mit dem Zug fahren und dort verlängern und dann an die Küste. Das ist eine seltsame Situation, so in der Schwebe zu sein und das mit den riesigen Entfernungen, mit denen mal eben losfahren auch nicht so recht geht.

Veröffentlicht 2. Juni 2011 von silkroadprojectblogspot in 303, 304, 305, 306, China, Uncategorized, Xingijang

Getaggt mit ,

27. bis 29.Mai; 300. -302. Tag   Leave a comment

29. Mai, Kashgar

Heute ist Sonntag und Sonntags ist hier der berühmte Viehmarkt.

Ein Muss, für das die meisten Touristen extra nach Kashgar kommen. Der Markt ist säuberlich unterteilt in die Vieh-Sektionen und es gibt große und kleine Herden, auch einzelne Tiere.

Es ist heiß und staubig und laut. Wir wandern lange durch den Markt, sind erstaunt, dass es bei den Eseln am meisten Radau gibt, wohingegen die Schafe alle in Reih und Glied stehen.

Die Stiere sind riesig und auch ganz ruhig, die Kühe schon um vieles zickiger.

Nach zwei oder drei Stunden sind wir so verstaubt wie der Rest und nehmen ein Taxi zurück zu dem Hinweis auf unserem Stadtplan, dass es einen out-door-Laden gäbe. Den finden wir nicht, dafür eine riesige Einkaufsmall, die der totale Gegensatz zum Markt ist. Dort kaufen wir ein für ein Hotel-Picknick.

Genau gegenüber vom Hotel ist ein W-Lan-Café mit super leckerem Kuchen. Wir sitzen lange dort, neben uns eine Gruppe Australier, die sich viele Pizzen bestellt haben. Irgendwann müssen Torsten und ich so hungrig auf eine riesen Pizza geschaut haben, dass wir alle ein riesen Stück bekommen. Sie ist richtig gut! Die erste Pizza seit Monaten.

Es ist richtig schön, dass Rieke und Torsten nun auch hier sind.

Eigentlich wollen wir Dienstag fahren, aber wir müssen noch verlängern und die Rückreise entscheiden und die Räder fit kriegen und Sachen wegschicken…..

28. Mai Kashgar

Die Zeitumstellung – dazu noch im Sommer und dann noch im warmen Kashgar – gelingt uns nicht. Zudem lebt Kashgar ja nach der inoffiziellen Zeit. Also gehen wir um 23.00 Peking-Zeit essen, es ist aber 21.00. Frühstück gibt es nach Peking-Zeit, zum Glück, denn so können wir bis 10.00 schlafen. Nach dem lustigen Frühstück machen wir die Internetarbeit zuerst und gehen dann los, um weiteres von Kashgar zu erkunden. Diesmal gehen wir durch den großen Park, heute am Samstag ist er voll mit Familien und einzelnen Menschen.

Es ist heiß und viele schlafen auf den Bänken.

Nach vielen Laufen sind wir zurück im Hotel und schlafen auch ersteinmal.

Als wir am Abend noch eine Kleinigkeit essen wollen, sehen wir Rieke und Torsten in der Lobby. Sie sind gerade angekommen. Was für eine Freude! Wir schleppen sie direkt mit und essen einen riesigen Hühnchen-Teller mit vielen Peperoni.

27. Mai Kashgar

Wir wachen aus dem Tiefschlaf vom Wecker geweckt auf und tappern benommen zum Frühstück. Es ist wie in den ersten Tagen des Urlaubs: alles ist irgendwie benommen und wir sind doch ziemlich fertig. Das Frühstück ist lustig: es ist ein All-You-Can-Eat-Mittags-Buffet, lauter warme Sachen, lauter Gemüse und Fleisch und sonstiges und es hat mit dem, was so landläufig unter chinesischem Essen verstanden wird, nichts zu tun. Ein wenig gewöhnungsbedürftig ist es schon. Nach einem Kaffee auf dem Zimmer (es gibt einen Wasserkocher!), sucht Gunda den Frisör. Die Haare sind inzwischen so kaputt, dass das Kämmen heute morgen nicht mehr geht. Also noch ein letztes Foto mit längeren Haaren!

Der Frisör ist um die Ecke und wird wieder eine heitere Angelegenheit. Sie zeigt das Passbild mit den 6mm Haarschnitt und es wird allen anwesenden, unter Hauben sitzenden Frauen gezeigt und großes Rede-Wirr-Warr entsteht. Es ist klar: sowas gibt es hier nicht. Also werden erst mal die filzigen Haare rausgeschnitten und dann ein klassischer chinesischer Haarschnitt angefertigt. Da sie aber kurze Haare will, werden sie nun Stück um Stück geschnitten, immer wieder ein wenig mehr bis sie kurz sind. Am Ende sind dann die anwesenden Damen doch auch zufrieden mit dem Ergebnis. Na dann!

Dann laufen wir los und erkunden in einem ersten Gang die Stadt um uns herum in ihrer Mischung aus alt und neu. Heute ist Freitag und so ist der Platz der großen Moschee voll mit Männern mit ihren Teppichen unterm Arm.

Wir finden türkische Supermärkte und chinesische Buchläden zwischen vielen, vielen Läden unterschiedlichster Art. Als wir den großen Platz erreichen ist der Himmel komplett verdunkelt und es stürmt.

Ein Straßenreinigungsauto macht die Straße zur Melodie von Happy Birthday nass und kurz darauf ist der Sandsturm auch schon da. Wir essen gerade ein süßes Teilchen (dem türkischen Supermarkt sei Dank) und sofort knirscht es zwischen den Zähnen. Bald ist der Himmel aber auch wieder heller und der Wind ist vorbei. Wir finden die Post im Gewirr der Elektorroller

und können 15 Postkarten versenden, alle seit Dushanbe. Hier ist es kein Problem!

Wir nehmen die vielen Impressionen mit

und versenken uns dann für Stunden ins Internet, um den Blog der letzten Wochen zu aktualisieren. Anschließend, je nach Zeit ist es früher Abend oder fast Mitternacht, suchen wir etwas Essbares und probieren frittierten Fisch (sehr lecker) und dann noch zwei Kebabspieße. Es ist Freitagabend und es sind viele, viele Menschen unterwegs.

Begeistert kaufen wir noch eine Melone nachdem wir uns schon den ganzen Tag an Melonen erfreuen.

Veröffentlicht 30. Mai 2011 von silkroadprojectblogspot in 300, 301, 302, China, Xingijang

Statistik unserer ersten 300 Tage   Leave a comment

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